Quick and dirty Doro

Quick defnitiv ja, aber dirty wohl eher doch nicht. Nein, sogar ganz frisch gewaschen und genäht.

Katja von Rosa Rumpetroll hat irgendwie grade nen Lauf. Nach Tirid und Ida (huch, Ida hab ich euch ja glatt noch unterschlagen merk ich grad) kommen jetzt zwei schnelle Nummern, nämlich Doro und Thea (Achtung, Wortspiel. 😉 ).

Doro kann ich euch zeigen, denn Shirts gehen bei mir immer. Thea eher nicht, da Rockschnitt. Und wie gern ich Röcke trage, brauch ich ja nimmer erzählen. Hosen forever, yeah.

CIMG4576Doro ist wirklich so einfach und schnell genäht, dafür hats nicht mal ein „richtiges“ Probenähen gebraucht. Schnitt runterladen, kleben, zuschneiden, nähen, Knöpfe oder Snaps oder whatever an die Schultern, fertig ist das Designbeispiel. Und der Knaller: weils so einfach ist, gibts das auch für kleines Geld im Rumpetroll-Shop. Thea übrigens auch!

CIMG4579Die Ärmel sind eigentlich wirklich richtig weit. Wenn man nun aber so ein rollender laufender Meter ist, ist die Gefahr groß, dass es einfach nur sackig aussieht. Also hab ich ganz dreist aus der Ärmelweite einfach mal 12 cm rausgenommen. Besser so. Die Länge für das Shirt ist im Schnitt nicht festgelegt und kann nach Wunsch kürzer (als kurzes Kastenoberteil) oder länger gelassen werden. Ich hab hier gut verlängert, ca. 8-10 cm, hätte etwas weniger sein dürfen. Da aber nix versäubert wird, ist das gaaaanz einfach behoben. Einmal mit´m Rollschneider drüber und schon hat sich das.

CIMG4578Ha, die Streifen so gut wie perfekt getroffen, so gefällt mir das. Der Saum, die Ärmel und der Ausschnitt dürfen sich nach Herzenslust einrollen. Das funktioniert bei diesem extrem dünnen und fludrigen Jersey auch hervorragend. Fragt aber nicht, wie er sich beim Nähen verhalten hat. Bäh! Übrigens, hier sieht man auch prima die Knopfleiste an den Schultern. Ok, bei mir KamSnaps, aber das kann ja jeder machen, wie er lustig ist.

CIMG4580Weeeiiiiiter Uboot-Ausschnitt, eigentlich schon off-shoulder, prima zum über die Spitzensaum-Hemdchen zu ziehen. Insofern auch keine Angst vor Knopflöchern, wer sich da nicht rantraut, der kann das auch als Fake-Leiste anlegen und die Knöpfe einfach durch beide Lagen nähen. Da passt auch der größte Dickkopp durch.

Schnittmuster: DropTop Doro von Rosa Rumpetroll

Stoff: Stoffmarkt

Verlinkt: RUMS

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La Le Lulla

Ich brauch ja immer etwas länger als andere, bis was bei mir ankommt. Ok, hat den Vorteil, dass es nicht mehr jeder am laufenden Band näht und somit schon wieder fast exotisch ist. 😀

So geschehen bei Lady Lulla. Was wurde dieser Schnitt rauf und runter genäht, Facebook erlebte eine wahre Schwemme. Nur ich, ich habs mal wieder total verpasst. Aber irgendwann lass ich mich dann auch hinreißen. Erst mal galt es, sich zu entscheiden: Lulla oder Ebby? Und wo ist da eigentlich der Unterschied? Also der gravierende, mein ich. Saumlinien kann ich grad mal noch alleine ändern, da brauch ich keinen extra-Schnitt. Bis ich mal drauf gekommen bin, dass es tatsächlich einen gravierenden Unterschied gibt: Lulla hat eingesetzte Ärmel, Ebby angeschnittene. Und da ich eingesetzte einfach lieber mag, war die Entscheidung gefallen.

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Ruck-zuck genäht, allerdings war ich erst mal ernüchtert. Ärmel wieder im allseits zur Zeit so beliebten Bruch, hm, naja, schaun mer mal. Das war dann allerdings erst mal mein kleinstes Problem.

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Ich war mutig und hab ohne Nachmessen einfach meine übliche 46 oben, unten 48 genäht. Man (also ich) möchte es ja weitschwingend um den Speck rum. Ja, und dann kam die erste Anprobe: Ich bin darin ERSOFFEN!!!!!

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Ich hab ja auch immer so ein bissel Ärmel-Phobie. Mit meinen Elfenärmchen (NICHT) wirds da nämlich sehr gerne zu eng. Aber hier hätt ich beide Arme in einem Ärmel unterbringen können. Die ganze Chose also nochmal ordentlich unters Messer gepackt und locker-flockige 8cm rundrum abgenäht. Es dürften auch noch mehr sein, das wird aber nix mehr, ohne komplett nochmal alles auseinander zu nehmen. Und darauf hab ich keine Lust mehr, da näh ich lieber was  Neues.

DSC_0084Ich hab wieder die Cover bemüht und was ausprobiert: In den Greifer hab ich braunes Stickgarn gefädelt, das glänzt so schön. Und was soll ich sagen, die Dicke (also die Cover) mag das anscheinend! Ohne Fehlstich alle Nähte anstandslos runtergerattert. So muss das.

DSC_0074Die Fotos sind bei Freunden im Garten entstanden, geknipst vom weltbesten Michel von allen. An dieser Stelle nochmal herzlichsten Dank, dass du deinen Roller so lange hast warten lassen.  🙂

Schnitt: Lady Lulla

Stoff: Maimarkt Mannheim

Verlinkt: MMM, AWS

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Ich hänge…

… sowas von hinterher, das ist unglaublich.

Ich bin noch ein Probenähergebnis schuldig, das sich durch die Hintertür enorm in mein Herz und meine Garderobe geschlichen hat.

Katja, die Macherin hinter Rosa Rumpetroll, hat zu einem doppelten Probenähen gerufen. Einmal für Ida, eine wunderbare Bluse, von der ihr heute bestimmt einige Exemplare zu sehen bekommt, und dann gabs da noch Tirid. Tird war wohl so ein bisschen Stiefkind, alle waren heiß auf Ida, die mit Raffungen, Knopfleiste und und und so richtig besonders daherkommt. Dagegen stand Tirid, grad, klar, ohne Schnörkel. Naja, ein Oberteil halt.

Das einzig Besondere an Tirid sind die Dolmanärmel, so ein Zwischending zwischen Kimono- und Fledermausärmeln. Aber Mann oh Mann, was hat Tirid dann eingeschlagen!

Langes Gerede, ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Vorhang auf für Tirid!

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Diese ist schon die zweite Version, aus schwarzem Leinen.

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Um das wunderbare, grafische Design noch zu betonen, hab ich die Nähte in weiß gecovert. Dieser Kontrast gefällt mir unheimlich gut und bringt den japanischen Touch des Schnittes noch besser zur Geltung.

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Eigentlich ist der Saum unten gerade. Die erste Tirid hab ich auch genau nach Schnittmuster genäht, bei dieser hier musste wieder ein abgerundeter Saum her, ich komm da im Moment einfach nicht dran vorbei.

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Genäht hab ich wie immer oben 46, nach unten auf 48 auslaufen lassen. Tirid ist wirklich völlig unkompliziert zu nähen und doch besonders.

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Durch unterschiedliche Stoffwahl sieht Tirid immer wieder anders aus. Nr. 1 (die ich demnächst auch noch zeige) hab ich aus ganz fließendem Viskose genäht. Fällt toll, aber hinterlässt einen ganz anderen Eindruck als der relativ griffige Leinenstoff.

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Hier nochmal genauer die Ärmelkonstruktion. Und ja, Leinen knittert, aber edel! 😉

Für den Sommer werd ich sicher auch noch die ein oder andere Version mit gekürzten Ärmeln probieren, das sollte problemlos möglich sein. Ach ja, die ein oder andere Ausschnitt-Variante muss ich auch noch probieren. Ihr seht, langweilig wird mir auf keinen Fall.

Ach ja, eh ich das vergesse: wer die Tirid lieber aus Jersey und/oder sogar als Kleid nähen möchte, auch dafür gibt es einen Schnitt. Es bleiben also keine Wünsche offen.

Schnitt: Tirid von Rosa Rumpetroll (A0-Datei ebenfalls enthalten)

Stoff: Internet-Schnäppchen

Verlinkt: Rums, Coverliebe

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Pam…

…. aus der La Maison Victor hat sich in der Bloggerwelt zum echten Renner entwickelt. Ich weiß gar nicht, wie viele Versionen schon genäht wurde. Tja, und irgendwann komm ich dann auch nicht mehr an dem Schnitt vorbei.

Zumal der Stil ja schon genau meins ist. Grad, klar, ohne Schnörkel und Gedöns, mit wenig Aufwand viel Effekt. Yes, will ich auch!

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Erst mal hochgeschlossen probiert, hmmm, nö, ist nicht so meins. Das originale Bindeband war mir zu breit, zu bollerig. Außerdem gibt es wenig, was ich mehr hasse, als Bänder zu wenden. Meine Lösung war dann ein 4cm breiter Streifen, den ich wie Schrägband verarbeitet habe. Mein fertiger Bändel ist somit 1cm breit, geht grad so. Einen Ticken schmäler fänd ich jetzt auch nicht sooo schlecht.

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Den Saum hab ich auch noch geändert. Eine leichte Rundung vorn und hinten macht die Silhouette etwas weicher, passt dann auch besser zu meinem Gesamtbild. Rundungen und so, ihr wisst?

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Nochmal etwas näher. Die Seitenlänge ist original, zur vorderen Mitte hab ich in leichtem Schwung 4cm zugegeben. So ist auch die hintere Ausladung schön verpackt.

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So, das sieht doch schon besser aus. Das Gebändel locker verschlungen, verwegen dem Winde trotzend. Und ja, es war elendig windig, meine Herrn.

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Wo ist mein Drei-Wetter-Taft??? Das sind die Momente, wo ich mich sooo freue, dass ich Kurzhaarträger bin. Einmal mit den Fingern durch, Sache wieder erledigt und herzeigbar.

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Hahaha, die Bändel fungieren auch wunderbar als Wetterfahne. Man sieht hier außer lustigem Gewehe übrigens auch recht gut, dass es überm Busen ruhig noch etwas weiter hätte werden dürfen. Das ist immer so lästig, wenn die Schultern für die Auslage zu schmal sind. Aber noch mehr FBA? Der Brustabnäher ist eh schon ziemlich groß… Ideas, anyone?

Schnittmuster: „Pam“ aus LMV

Stoff: Gerry Weber via Stoffmarkt

Verlinkt: MMM

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Knoten im Shirt…

… ist besser als Knoten im Hirn!

Und noch besser wirds, wenn dieser Knoten sich an Fano befindet. Fano ist der neueste Streich aus dem Hause Schnittbox. Eigentlich ein Kleid, aber ihr wisst ja, Kleider und ich…..

CIMG4505Also hab ich wieder die im Schnittmuster enthaltene Shirtlänge gewählt. Für mich könnte es noch einen Ticken länger sein, was aber im finalen Schnitt auch dahingehend geändert wurde. Apropos Final, Fano hat eine lange Reifezeit hinter sich. Schon im letzten Jahr haben wir eine erste Version genäht. Dann kamen aber doch noch die ein oder anderen Projekte dazwischen, bis das tolle Geknote endlich in die große, weite Welt durfte.

CIMG4500Die Anleitung ist super verständlich, das Nähen also gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht meinen könnte. Leider war ich extrem unclever bei der Stoffwahl, man sieht die tollen Teilungsnähte gar nicht. Verschiedene Ärmelvarianten gibts auch, 3/4-lang, kurz und kleine Kappärmel.

CIMG4503Auch hier wieder eine Teilungsnaht im Rücken, über die sich bei Bedarf super anpassen lässt. Der Ausschnitt wird mit Beleg gearbeitet, das gibt einen sauberen Abschluss. Kleiner Tip: unbedingt verstärken und sehr sauber arbeiten, sonst kann es leicht passieren, dass der Ausschnitt absteht. Betrifft nicht nur Fano, sondern alle Ausschnitte, bei denen mit Beleg gearbeitet wird!

fbCIMG4506Hier nochmal den Knoten von Nahem. Tja, wenn man so gaaaanz genau guckt, kann man den Musterversatz ein bissel erkennen….  Der Knoten ist so raffiniert, simpel und doch effektvoll. Sieht übrigens auch super zweifarbig aus, Muster in der Mitte und Uni an den Seiten.

page3Ich lass euch noch ein paar Blümchen da, der Frühling haut grad voll rein. So schön!

Schnitt: Fano von Schnittbox via Dawanda (auch als Papierschnitt), Makerist

Stoff: Stoffmarkt

Verlinkt: RUMS

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Hosenfieber….

scheint hier ausgebrochen zu sein.

Nachdem ich gestern die Dinah unter die Leute gebracht hab, gibbets heute eine Pipa_B! Die Jeans ist dann das Gegenstück zur schnellen Dinah, nämlich eine richtige Jeans mit allem Zipp und Zapp und drumherum. Die erste Version aus dem Probenähen gibts übrigens HIER zu sehen.

CIMG4457Reißverschluss, Münztasche, bestickte Po-Taschen, Nieten,…… hab ich was vergessen? Ach ja, Gürtelschlaufen. 😀

pageups, liebe Ingrid, ich seh grad, das Oberteil ist nicht frisch gebügelt! 😀 (kleiner Insider)

CIMG4461Ihr sehts am gespannten Oberteil: Einmal tief Luft holen, Bauch feste einziehen, Bluse lupfen und jetzt SCHNELL knipsen, bitte!

CIMG4463Ich hab hier einen Stretchstoff verwendet, der eigentlich richtig gut zu tragen ist. Ich Hammel habs aber tatsächlich fertig gebracht, beim Bügeln (Ingrid, du liest mit, ja????) auf einer Pobacke den Elasthan-Anteil wegzuschmelzen! Das Fatale daran ist, das merkst du nicht sofort….. Ich wollte am nächsten Tag ganz großkotzig mit meiner neuen Jeans im Büro angeben, lupfe so mein Oberteil um die tollen Po-Taschen zu zeigen, sehe in das erschreckte Gesicht meiner Arbeitskollegin und höre, von ganz weit weg, mit Rauschen auf den Ohren, die schrecklichen Worte: „Oh mein Gott, da ist ein Riss drin!“……. Ihr wollt wirklich nicht wissen, wie ich das repariert habe……… musste ja irgendwie den Arbeitstag überstehen.

CIMG4465Naja, ich habs überlebt, bin aber immer noch am Überlegen, wie das jetzt am Besten zu retten ist. Das Oberteil kennt ihr übrigens schon von DIESEM Beitrag.

Jeans: Pipa_B von B-Patterns

Stoff: Na, woher wohl, Stoffmarkt

Ob´s beim RUMS wohl noch mehr Pleiten, Pech und Pannen gibt? Ich hoffe nicht und bei euch ist alles schick,

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Dinah, die ????

Wenn ich ein schnelles Erfolgserlebnis haben will, dann näh ich mir eine Dinah. So einfach ist das.

Da hab ich mir von einem meiner Stoffmarkt-Beutezüge einige Stretchjeans-Coupons mitgebracht, Länge 1,50m. Joah, und dann stand ich da: Was, zum Kuckuck, machste jetzt denn damit? Für „richtige“ Hosen reicht das im Leben nicht. Nun ist es ja nicht so, dass ich keine Schnittmuster hätte, beileibe nicht. Genau das ist oft das Problem. Ich hab so viele, Zeitschriften mit eingerechnet, dass ich die naheliegendsten Dinge eben einfach vergesse! Geht das nur mir so? Bitte sagt mir, dass ich NICHT die Einzige bin.

CIMG4534Als ich dann vor ein paar Tagen auf der Arbeit eine Kaufhose mit senkrechter Teilungsnaht anhatte und meine Kollegin meinte, das würde mir so gut stehen, weil es streckt so schön, fiel mir siedendheiß meine Dinah wieder ein!

CIMG4537Ok, ich habs probiert, aber bei dem wilden Stoff ist es unmöglich, die Teilung zu fotografieren.

CIMG4536Auch nicht viel besser, oder? Dafür könnt ihr mir jetzt grad mal über die Schulter schauen. 😉 Man beachte den Balance-Akt, für den Blog ist mir nix zu halsbrecherisch…

CIMG4535Knitterfalten inclusive, es liegt ein kompletter Bürotag hinter mir und meiner Hose. An dieser Stelle muss ich meinem Fotografen, Sohn Nr. 1, ein großes Lob ausprechen. Nein, ich hab keine 10 kilo abgenommen, er hat einfach nur vorteilhaft fotografiert. 😀 Wobei, man erinnere sich, Längsnaht und so…..!

CIMG4538Ich hab bei dieser Version auch Taschen gebastelt. Die sind im Originalschnitt nicht vorgesehen, fehlen mir aber im täglichen Gebrauch total. Ich bin ja auch so ein Hand-in-die-Taschen-Grapscher, auch wenn meist eh nix drin ist. Einfach quer den Tascheneingriff eingeschnitten, mit oberem u. unterem Taschenbeutel verstürzt, Beutel rundrum zugenäht und mit der Seitennaht in einem Rutsch seitlich geschlossen.

CIMG4539Ehrlich, ich habs probiert, sogar den Puli gelüftet, aber bei diesem Stoff sind evt. Details unfotografierbar….

CIMG4540Genäht hab ich die Hose schon länger, nur hat sie es irgendwie noch nicht auf den Blog geschafft, die Fotos sind allerdings taufrisch. Sonst hätt ich nicht so frieren müssen. Igitt, wie eklig kalt und windig. Ich bin ja schon froh, dass wir hier in der Rheinebene vom Schnee verschont wurden, der gestern wohl noch in Deutschland runterkam.

Bei welchem Wetter wohl die anderen Damen (und Herren?) beim MMM und AWS defilieren?

Schnittmuster: DinahLady von SO! Pattern (gibts auch als Papier-SM)

Stoff: Stoffmarkt, woher sonst? 😉

Ach, beinah vergessen: wollte nur mal kurz erwähnen, am 30.04, also Samstag, ist Stoffmarkt in Ludwigshafen. Seh ich dort jemanden? Macht doch mal Piep. 🙂

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Ella, die Zweite…..

Ich hab nochmal ein bisschen mit der Ella von So! Pattern gespielt.

CIMG4410Wir arbeiten noch am Gesichtsausdruck, aber primär gehts ja ums Genähte, nech? Diesmal hab ich statt Webware wie bei der ersten Ella einen relativ festen und so gut wie nicht dehnbaren Jersey mit Riesenpunkten-Flockdruck verwendet.

CIMG4415Ich glaub, hier kann mans ganz gut erkennen?

CIMG4411Wie bei der ersten Ella hab ich hier den vorderen Ausschnitt schon beim Zuschnitt 2cm tiefer gelegt. Ich mag es einfach nicht, wenn mir was am Hals anliegt. Den Kragen wollte ich eigentlich (!!) mal richtig breit zuschneiden, damit er schön fällt, ähnlich einem Loop. Joah, der Stoffrest war anderer Meinung….. Ich ging davon aus, dass mein Stoff 1,50 lang wäre. Ätsch, veräppelt, irgendwie war er nur knapp 1,20. 😦 Also wurde der Kragen nur 14cm breit, d.h. 7cm fertige Höhe. Durch den relativ festen Jersey ist auch mit schön fallen nix, jedenfalls nicht so wasserfallartig, wie ich es mir eigentlich gedacht hatte. Wobei ich so auch gut finde, jetzt ist er halt gefaltet statt fallend. 🙂

CIMG4412Ich muss mir mal ein Mantra zulegen: „Beim Fotografieren Hüfte gerade halten, nicht abknicken.!“ An was man alles denken soll…… Aber mal ehrlich, bewegt ihr euch den ganzen Tag hochglanz-gerecht? Macht doch kein Mensch. Also gibts hier weiterhin Bilder wie aus dem richtigen Leben, basta! 🙂

CIMG4420Einen Outtake hätte ich noch, der alte Mann wollte auch seine 5 Minuten Ruhm. ❤

Noch mehr aus dem richtigen Leben gibts natürlich beim RUMS zu sehen.

Schnittmuster: Ella von So! Pattern

Stoff: Stoffmarkt (wie immer….)

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Männlich-herb…

….gehts heute zu.

Schnell noch, bevor es zu warm zum Tragen wird. Bei Schnittbox steht schon länger der Hoodie „Como“ in den Startlöchern. Quasi das männliche Pendant zur Luzia, die ich euch HIER schon mal vorgestellt habe.

CIMG4300Hier genäht in 2XL, damit sich der Bär auch drin wohlfühlt. Zu haben ist der Schnitt in 46-58, bzw. S-3XL. Ich hab die überlappende Kragenvariante genäht, optional ist auch eine Kapuze möglich, die ebenso im Schnittmuster enthalten ist.

CIMG4303An den Raglanärmeln und am Kragenrand hab ich auch erste Gehversuche mit meiner neuen Cover gewagt, Himmel, war das aufregend! 100%ig hat es nicht geklappt, aber 98% waren schon drin. 😉 Ach so, muss ich dazu sagen: der Kragen ist inzwischen viel schöner im SM, der meinige war noch etwas „freestyle“.

CIMG4294Hier sieht mans nochmal besser. Die Kordellöcher hab ich mit Leder unterlegt und Ösen eingedengelt. Auch eine Premiere. Ja, da bin ich ganz schön eskaliert mit meinem Mut. Und dann das Zittern, ob das für Sohn Nr. 1 nicht schon wieder zuviel Getüddel ist.

CIMG4295Und tatsächlich: „Ja, schaut cool aus, aber das Gebändel unten hätt´ jetzt nicht sein müssen….“ *haarerauf* Dabei hab ich doch schon extra die ebenfalls im Schnittmuster enthaltene Bauchtasche weggelassen!

CIMG4297Was soll ich sagen, er trägt ihn. Am Leib und zur Wäsche. Aus dem Trockner an den Astralkörper. Und der Kreis schließt sich. Und als dann noch Kumpels gefragt haben, wo er ihn denn her hätte, war eh alles klar. Trotz Gebämsel unten!

Das Ebook ist wieder super erklärt, so dass auch Näh-Einsteiger gut damit zurecht kommen sollten.

Wer also noch schnell seine bessere Hälfte/den Nachwuchs kuschelig einpacken möchte oder als Mann sich selber eine Freude machen will (ja, ich weiß genau, die nähenden Männer sind irgendwo da draußen!), der bekommt das SM „Como“ entweder bei Dawanda oder Makerist.

Schnittmuster: „Como“ von Schnittbox

Stoff: Sweat vom Stoffmarkt via Superstoffe.de

Verlinkt: HoT, Dienstagsdinge, Alles Männersache, Für Söhne und Kerle

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Jeans! Jawoll!

Ich hatte mir ja fest vorgenommen, das Probenähen etwas zu reduzieren und nur noch für meine „alten“ Labels zu arbeiten. Tja, und dann kam mir B-Patterns dazwischen mit dem Aufruf, eine Jeans zu erarbeiten. Läuft ja prima mit den Vorsätzen, wie kann man da nicht mitmachen wollen? Und ich kann euch sagen, das war ein ganz schönes Brett. Also Betonung auf schön.

Ich bin da in eine voll motivierte Gruppe gerutscht, es wurde genäht bis die Nähma heiß läuft, Ingrid hat sich all unserer Sorgen und Nöte mit einer Engelsgeduld angenommen. Hier ein bissel weg, da ein bissel dazu, dass runder, hier tiefer, dort enger….. So manch eine hat auch zwischendurch den Faden verloren, wenn die Änderungen schneller kamen, als genäht werden konnte. Aber irgendwie haben wir uns alle wieder in die Spur bekommen.

Und das kam dabei raus:

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Eine Jeans, oben knackig, im Boyfriend-Style, ich bin verliebt! Mit allem, was zu einer Jeans dazugehört, wie Münztasche, vernünftiger Bund mit Reißverschluss und Knopf, 3 verschiedene Po-Taschen-Varianten.

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Nur für euch, den Hintern entblößt…. kostet schon bissel Überwindung, aber die Taschen sind einfach zu schön, um sie nicht zu zeigen. Eine mit Ziersteppung, die andere mit Negativ-Applikation. Die darf am Rand noch schön ausfransen. Die dritte Variante, eine Nietentasche, zeig ich euch bei der nächsten Hose.

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Diese hier wurde noch nach dem ersten Feinschliff-Muster genäht, inzwischen wurde die hintere Schrittkurve nochmal geändert für noch besseren Sitz. Dazu wollt ich noch was sagen: eine Jeans zu entwerfen, die jeder Frau auf Anhieb passt und sitzt, ist schlicht und einfach unmöglich! Basta! Um kleineres Feintuning werden also die wenigsten herum kommen. Und damit sind wir beim nächsten Punkt: Als blutiger Anfänger würde ich dieses Schnittmuster nicht wählen. Man sollte schon etwas Erfahrung haben und wissen, was man tut. Die Anleitung ist zwar hervorragend bebildert und beschrieben, so dass vom rein technischen Aspekt her auch ambitionierte Anfänger wohl zurecht kommen. Aber wenn es dann ums Anpassen geht, sollte man schon wissen, wo man hinfasst. So hat sich im Laufe des Probenähens auch die Entscheidung entwickelt, diese Version erst mal nur bis Größe 44 anzubieten. Ist übrigens auch die hier genähte Größe. Die größeren Größen werden separat nochmal überarbeitet und Probe genäht, da hier grade im Schritt andere Anpassungen nötig sind, als in den „kleineren“ Größen.

CIMG4469Den stylishen Knie-Abnäher, den man hier ganz gut sieht, hätt ich euch jetzt fast unterschlagen, genau wie die Ziernaht an der Seite. Es sind diese Kleinigkeiten, die diese Jeans zu etwas Besonderem machen. Ah, eh ich´s vergesse, ich hab noch einen persönlichen Kniff eingebaut: Die Hose saß im Kreuz schon bei der ersten Version wesentlich besser als jede Kaufjeans (ihr kennt das, wenn der Bund hinten ewig absteht?). Weil ich es aber mag, wenn das richtig fest anliegt, hab ich im hinteren Bund zwischen den Gürtelschlaufen (weil man da die Naht vom Gummi befestigen nicht sieht) ein Stück Gummi gedehnt mit eingenäht. So liegt auch im Sitzen alles prima an. Nur so als kleiner Tip.

CIMG4474Der Bund ist nicht wirklich high-waist, hängt aber auch nicht irgendwo kurz überm Schritt rum. Ich finde, eigentlich eine ideale Bundhöhe. Ich fühl mich jedenfalls sauwohl in meinem Modell. Im Sommer werd ich sie nochmal eins mehr hochkrempeln, wird bestimmt lässig. Eine Version in hell hab ich noch, demnächst dann dazu mehr.

Schnitt: Jeans „Pipa“ von B-Patterns, auch über Dawanda und Makerist

Stoff: Stoffmarkt, Jeans mit Elasthan

Verlinkt: RUMS

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